„Die Radfahrerin“

Stell Dir vor: Herbst oder Winter…Du stehst ausgeschlafen am Samstagmorgen auf, ziehst Dich an, Deinen schönen warmen Lieblingspullover drüber, passenden Rock, dicke Strumpfhosen, Schuhe, holst Dein geliebtes altes Hollandrad aus dem Fahrradschuppen und fährst zum Bäcker, um frische Brötchen zu holen.

 

Dieses Bild, dieses Ritual von mir – bildete die Ausgangsidee für meine neue Herbst-Winterkollektion. Von klein auf bewegte ich mich am liebsten mit meinem Fahrrad durch die Welt – ob als Kind in meiner Heimatstadt Tangerhütte in der Altmark, als Studentin in Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg oder jetzt, da ich in Berlin-Köpenick lebe und arbeite und am liebsten mit dem Fahrrad meine Termine erreiche, ob Arbeit oder privat. Auf dem Fahrrad fühle ich mich immer am besten, wenn ich von A nach B kommen muss.

Und weil ich mit der heutzutage doch etwas arg funktional aussehenden Fahrradbekleidung manchmal ein bisschen hadere, kommt hier einpudere und so etwas svor derzu Esel kleiner Gegenentwurf – oder eher ein Ergänzungsentwurf, denn es muss ja nicht immer alles nur der Funktionalität untergeordnet werden, oder andersherum: Auch Bekleidung aus Naturfasern kann durchaus funktional sein. Smiley. 

Und wenn Du in den Sachen nicht losradeln möchtest, kannst Du damit Dich in Deinem Lesesessel oder auf dem Sofa einkuscheln und es gemütlich machen. 

Strickmode von elbfeeberlin
Frau in einem hellblauenStrickpullover und einem Rock mit einem Fahrrad.

Hier könnt Ihr die Kollektion kaufen.

Eure Sandra von elbfeeberlin

Leben auf großem Fuß

Oder…. Neulich auf Sizilien

Ich habe große Füße und das ist so, solange ich mich erinnere. Schon mein Papa hat mich damit liebevoll aufgezogen. „Quadratlatschen, Elbkähne, Waldbrandaustreter“…das waren die altmärkischen Vokabeln dafür. Und dann sagte er immer: „Macht nichts, Mäuschen.“ Und er hatte völlig Recht.

Nun war ich ja vor kurzem auf Sizilien. Da wollte ich mir in einem Geschäft eines italienischen Outdoor—Herstellers ein Paar Wanderschuhe kaufen. Ich mag ja funktionale Outdoormode nicht soooo sehr, aber dort gab es ein tolles Paar Wanderschuhe, das mir wirklich gefiel. Ich fing an zu probieren…..zu klein. Ich guckte ein bisschen enttäuscht, als die Verkäuferin meinte, ich könne ja eine Herrengröße probieren. Ja. Passt. Wunderbar. Ich war zufrieden. Die Verkäuferin: „Das ist aber ein Herrenschuh. Das müssen Sie wissen.“ Ich ging darüber hinweg – sozusagen und nickte nur. Als ich dann an der Kasse bezahlte, wies sie mich erneut daraufhin, dass das ja ein Herrenschuh sei. Sie kam irgendwie offensichtlich nicht über meine Schuhgröße hinweg.

Und ich dachte mir nur: Mein Papa hatte nicht nur Recht, er hatte mich auch immun gegen solche Bemerkungen gemacht und außerdem:

So stehe ich mit beiden Füßen fest im Leben.